Australien: Apple erwirkt erneute Verzögerung für Samsung Galaxy-Verkauf

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Obwohl ein Berufungsgericht den Marktstart von Samsungs Tablet nun wieder erlaubte, gelang es Apple nun doch, vor dem obersten Gerichtshof Australiens die »Verbannung« des koreanischen Gerätes erneut zu verlängern.

Apple führt seine Aktionen gegen den Konkurrenten Samsung mit viel Energie fort. Obwohl es dem koreanischen Tablet-Produzenten gelang, ein Gericht davon zu überzeugen, dass Apples Beschuldigungen unrecht seien, zog das kalifornische Unternehmen bis vor den obersten Gerichtshof Australiens, um den Termin für den Marktstart des Mitbewerbers noch weiter hinauszuzögern. Dieser muss laut Sydney Morning Herald noch eine weitere Woche warten.

Am 9. Dezember will der oberste Gerichthof schließlich auf Apples Widerspruch eingehen. Samsung glaube, dass Apple keine Grundlage für den Widerspruch habe, zitiert SMH einen Sprecher Samsungs. Der australische Sydney Morning Herald befragte dazu noch den Rechtexperten Petre Black von der Universität in Queensland. Eieser meint, Apple werde nicht viele Chancen haben.

Ein As im Ärmel hat Apple allerdings noch – eine neue Klage zu einem anderen Thema als das jetzt umstrittene Design. Ein Patent auf Touchscreen-Heuristik könnte jedes Android-Gerät von Markt fegen, wenn es von den Gerichten anerkannt wird. Hier müsste sich Apple allerdings auch mit Microsoft anlegen, denn der Redmonder Riese hat vermutlich ebenfalls noch einige Patente in diesem Bereich in der Hinterhand.

Derweil kämpft Apple noch an anderen Fronten, zum Beispiel in Deutschland: Samsungs Versuch, mit einem Geräteumbau Apples Designklagen zu entgehen, ging den Apple Anwälten nicht weit genug.

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