Microsoft erklärt Office 365 zu einem Erfolgsmodell

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Über 90 Prozent der bisherigen Abnehmer von Office 365 seien kleinere Unternehmungen und Selbständige. Damit zeigt sich der Softwarekonzern hochzufrieden und klopft sich selbst auf die Schulter.

Die Marktforscher von Forrester bestätigten neulich schon, dass jenseits von MS-Office kein großes Geschäft zu machen ist (wir berichteten). Das galt für den Desktop-Markt, doch nun schickt sich Microsoft offensichtlich an, auch in den Internet/Cloud-Welten eine Führungsposition aufzubauen: Office 365 verkaufe sich laut Konzernangaben achtmal schneller als der Vorgänger der Kollaborations- und Kommunikations-Suite, die Business Productivity Online Suite (BPOS).

Der angebliche Erfolg werde getragen von Startups und Kleinunternehmern aus aller Welt, die sich für die cloudgestützte Software begeistern könnten. Die genaue Zahl dieser Abnehmer verschwieg der Konzern allerdings, was schon wieder skeptisch macht. Außerdem gibt es neben Google schon weitere Alternativangebote, etwa von Fujitsu.

Dieser Anfang ermutige Microsoft, als nächstes Office 365 in 22 weiteren Ländern wie  Argentinien, Taiwan oder Südafrika anzubieten. Zudem seien Versionen für BlackBerry und andere mobile OS sowei 30 Produkterweiterungen in Vorbereitung, damit die gehosteten Online-Versionen von Exchange, SharePoint, (abgespecktem) Office und Lync sich in der Praxis besser schlagen. Bislang verlangt Microsoft eine Gebühr pro Nutzer und Monat in Höhe von 4 Dollar. Wer mehr Leistung verlangt und einen Lync Server in der Firma stehen haben sowie Office 2010 Professional einsetzen will, kann auf die Plus-Variante für 27 Dollar pro Nutzer und Monat aufsteigen.