Bull kündigt neue Supercomputer mit direkter Flüssigkühlung an

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Die bullx B700 DLC Supercomputer sollen nicht nur höchste Leistung liefern, sondern auch mit »spektakulären Verbesserungen bei der Energieeffizienz« glänzen, wie der Hersteller verspricht. Möglich macht das eine neue Flüssigkühlung, bei der Wasser mit Raumtemperatur direkt in den Kühlelementen zirkuliert, die an Prozessor & Co. andocken.

Bulls neue Supercomputer-Generation soll im zweiten Quartal des nächsten Jahres auf den Markt kommen und auf Intels Prozessorserie Xeon E5 basieren. Die Systeme sollen in großen Rechenzentren die hohen Anforderungen von HPC-Anwendungen bedienen und das bei hoher Energieeffizienz. Allein durch den Einsatz von Wasser mit Raumtemperatur soll sich Bull zufolge die Energienutzung gegenüber konventionellen Rechenzentren um 40 Prozent verbessern. Zum Kühlen der etwa 50 Grad Celsius heißen Prozessoren und der etwa 40 Grad warmen Speicher und SSD-Platten reiche Wasser mit Raumtemperatur völlig aus, so Bull. Man brauche kein kaltes Wasser erzeugen und spare enorm viel Energie.

Zudem versucht man, die Kühlflüssigkeit möglichst nah an den wärmeerzeugenden Komponenten vorbeizuführen. Sie zirkuliert im Blade in einer Kühlplatte, die direkten Kontakt zu Prozessor, Speicherchip und anderen Komponenten hat. Die Abwärme der Blades wird über einen integrierten Wärmetauscher abgeführt. Man muss lediglich das Gehäuse, in dem die bullx B700 DLC untergebracht sind, an die Wasserleitung anschließen. Alle Elemente – egal ob Blade, Gehäuse, Switch oder Netzteil – sollen sich im laufenden Betrieb entnehmen und einsetzen. Dafür sorgt dem Hersteller zufolge ein Anti-Tropf-Steckverbinder aus der Luftfahrttechnologie.

Die Kühltechnologie soll zur Kühlung von bis zu 80 kW pro Rack eingesetzt werden können und damit auch für künftig Generationen von Mehrkernprozessoren ausreichend sein. Der PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) soll bei normalen Betriebsbedingungen 1,1 betragen.