Interview: »Dramatische Veränderung der Arbeitswelt«

von Mehmet Toprak 0

ITespresso: Wird es in zehn Jahren noch den klassischen Desktop-Rechner geben?
Müller: Seit Jahren beobachten wir bei den PCs eine Verschiebung der Gewichtung zu Gunsten mobiler Systeme. Dennoch sind Desktops immer noch sehr wichtig und ich denke, dass sich daran auch mittelfristig nichts ändern wird.

Die meisten der neuen Gerätetypen, die in den vergangenen Jahren Einzug in den PC-Markt gehalten haben, sind ja komplementär zu den bestehenden Systemen. Sie haben unsere Arbeitswelt bereichert und werden das auch weiterhin tun, aber der klassische Desktop wird aufgrund seiner Leistungsstärke und seiner geringen Verwaltungskosten weiterhin für den stationären Einsatz von Bedeutung bleiben.

»Bei den Produktentscheidungen der Unternehmen hat die Orientierung an den Konsumenten bereits begonnen«, meint Dell-Manager Michael Müller, (Head of Latitude Product Line Management EMEA). (Bild: Dell)

ITespresso: Wer zahlt eigentlich für Tablets und Smartphones, wenn diese auch privat genutzt werden?
Müller: Schon heute vermischen sich private und geschäftliche Nutzung. Ein allseits bekanntes Beispiel ist der Firmenwagen. Hier hat der Gesetzgeber eine Regelung festgelegt, wie private Nutzung finanziell zu regeln ist. Bei Mobilfunk-Geräten gibt es technische Lösungen, um private und geschäftliche Gespräche zu identifizieren und zu berechnen.

Einige Unternehmen gestatten Ihren Mitarbeitern die Nutzung des Inventars bis zu einem gewissen Maße und positionieren das als sogenannten Benefit beziehungsweise Teil der Vergütung. Solche oder ähnliche Regelungen wären auch auf die Nutzung anderer Endgeräte wie die der Tablets oder Smartphones übertragbar. Diese Beispiele zeigen, wie weit das Feld der Gestaltungsmöglichkeiten ist und clevere Unternehmen werden sich diese zu Nutze machen.

Einfluss auf die klassische Netzwerk-Technik

ITespresso: Welche Auswirkungen haben die in der Studie beschriebenen Trends auf die klassische Netzwerk-Technik?
Müller: Hohe Bandbreiten sind in allen hier genannten Szenarien eine zentrale Anforderungen. Dabei werden mobile Systeme bevorzugt via WLAN in die Netzte eingebunden, wofür in den Unternehmen die Voraussetzungen geschaffen werden müssen.

Ich sehe darin vorerst aber weniger eine technische Aufgabe, als eine des Managements. Mittelfristig werden wir aber auch neuen Technologien brauchen, weil die Inanspruchnahme der Netze mit den Veränderungen in der Arbeitswelt deutlich steigen wird.

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