Forscher drucken Graphen-Schaltungen aus dem Tintenstrahler

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Die Experten aus Cambridge arbeiten daran, Schaltungen zu drucken, die noch haltbarer sind als bisherige Versuche, Chips zu Papier zu bringen – und die weniger Platz benötigen.

Neu ist es zwar nicht, Transistoren und andere Schaltungen aus dem Drucker zu produzieren, doch bisherige Materialien schufen nur langsame Chips, die man dann doch preiswerter und mit besserer Leistung im Wafer in der Chipfabrik herstellte. Die Chips aus dem Wafer waren zudem haltbarer. Das neue Wundermaterial Graphen soll das – vielleicht – ändern, berichtet TheRegister.

Im Bericht über die Forschungs-Arbeiten der Universität Cambridge hat Register-Autor Richard Chirgwin das komplizierte Originaldokument (die Forscher stellten es als PDF auf Arxiv.org) wesentlich vereinfacht, um das mit mathematischen und chemischen Formeln durchsetzte Original verständlicher aufzubereiten.

Auch der kürzere Text von Chirgwin ist noch voll von Chemie. Es handle sich natürlich noch um Forschung, doch die schreitet voran: Die bisher verwendeten Nanopartikel in Schaltungsducken seien nicht lange haltbar – sie tendierten nach dem Drucken zur Oxidierung. Das neue Material Graphen soll das ändern. Zuerst muss es gefiltert werden, damit es nicht die »Tintenzufuhr« verstopft; eine vorherige Auswahl der passenden elektronischen Eigenschaften sei dann wichtig, damit es schließlich funktioniere.

Chirgwin beschreibt, wie die einzelnen Materialien in der richtigen Reihenfolge zu Papier kommen – der Prozess bestehe aus mehreren Phasen, von denen die meisten noch nichts mit dem Drucken selbst zu tun haben, sondern zuerst das Material aufbereiten.

Chemisch Interessierte finden die Beschreibung auf TheRegister, noch besser informierte Fachleute verstehen sicher die Einzelheiten im Forscher-PDF. Und irgendwann, so die Hoffnung, drucken wir unsere neuen Computer nur noch aus.

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