Enttäuschung: Große Cloud-Zentren bringen nur wenige Arbeitsplätze

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Lokalpolitiker würden vergeblich auf Cloud-Zentren als Jobmotor warten, berichtet die Washington Post. So habe Apples Milliarden-Investition in das riesige Cloud-Zentrum im Städtchen Maiden gerade mal 50 Arbeitsplätze geschaffen.

Autor Michael S. Rosenwald von der Washington Post berichtet über die falsche Erwartungshaltung der Politik gegenüber dem Thema Cloud Computing. Die Regierungs-Offiziellen würden Cloud-Zentren als schillernde Lösung gegen die um sich greifende Arbeitslosigkeit in vielen US-Regionen sehen.

So sei etwa Apples Rechenzentrum, in das Apple eine Milliarde US-Dollar gesteckt hatte, zur großen Enttäuschung für die Bewohner der von Arbeitslosigkeit geplanten Orte Maiden im US-Bundesstaat North Carolina geworden.

Die Menge der Investitionen und die Größe der verbrauchten Fläche hätten früher einmal tausende von Jobs geschaffen – dass die Cloud dies nicht bringt, will offenbar noch nicht in die Köpfe der Menschen. Rosenwald hatte dazu Bürger und einen der letzten verbliebenen Arbeitgeber des gebeutelten Ortes befragt.

Apple habe viele »Aaahs und Oohs« in der Bevölkerung verursacht – und sei dann unwichtig geworden. Im Vorfeld hatte man sogar noch Videos von der Baustelle in YouTube gestellt, und auch in den Satellitenbildern von Google Maps sah man das gewaltige Apple-Rechenzentrum schon und berichtete über den Hoffnungsschimmer für die Bevölkerung. War wohl nichts.

Dennoch würden Politiker noch immer riesige finanzielle Vorteile für Rechenzentrums-Errichter wie Facebook und Google spendieren – in der irrigen Meinung, die hohen Investitionssummen brächten Jobs.

Cloud Computing, einer der schnellstwachsenden Industriezweige der IT-Branche, läuft eben großteils automatisiert ab – Menschen sind dabei weniger wichtig. Vor allem deshalb sind die Cloud-Services so sehr viel preiswerter als Investitionen in »alte« IT-Technik.

 

(Quelle Artikelbild: Google Maps Satellitenbild)

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