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Telekom verkauft T-Mobile USA nun doch nicht – vorerst

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Der Verkauf der US-Mobilfunktochter an AT&T war abgemachte Sache, doch der Widerstand der US-Mitbewerber extrem. Einige beschwerten sich bei der Handelsaufsicht ITC. Das hat die Telekom wohl so mürbe gemacht, dass sie ihren Antrag der Kaufgenehmigung zurückzog.

AT&T freute sich darauf, mit T-Mobile USA ein modern ausgebautes Mobilfunknetz in sein (als langsam verschrienes) Angebot integrieren zu können, doch Sprint, Verizon Wireless und andere fanden das wohl gar nicht lustig. Sie behaupteten, AT&T könne langfristig die Preise gerade des Datenfunks diktieren und den Wettbewerb aushebeln. Da bestätigten die Marktforscher der Yankee Group in einem Schreiben an die FCC.

Die ITC und auch die Telekommunikationsbehörde FCC sperren sich durch noch engere Prüfungen ebenfalls gegen den Verkauf. Das US-Justizministerium hat im August Klage gegen T-Mobile USA und AT&T wegen Wettbewerbsverzerrung eingereicht.  Auch sieben US-Bundesstaaten schlossen sich dem an.

Die Telekom ziehe nun erst einmal ihren Antrag zurück, berichtet die Financial Times heute. Auf lange Sicht wolle man das 39-Milliarden-Dollar-Geschäft noch immer abschließen, schreibt das Wirtschaftsmagazin, doch wegen der »ungewissen« Lage rechne AT&T mit Belastungen von vier Milliarden Dollar im vierten Quartal.