Intel wärmt die Pentium-Serverchips nochmal auf

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Im Kopf vieler PC-Besitzer sind die Pentiums bereits ein Relikt der Vergangenheit. Doch der Halbleiterkonzern will sie noch nicht zum alten Eisen zählen und haucht ihnen neues Leben ein.

Der nagelneue Pentium 350 Prozesser werde ab sofort ausgeliefert und ist natürlich für Einstiegsserver gedacht. Es handelt sich um eine Dual-Core-CPU mit lediglich 1,2 GHz Taktfrequenz. Im Inneren sind 3 MByte Cachespeicher verbaut. Intel begründet die Fertigung des 350 damit, dass er keine Gene an integrierte Grafikchips verschwende, weshalb die meisten aktuellen Mobil- und Desktop-Prozessoren für den Einsatz in Low-End-Servern nicht erwünscht waren.

Der Pentium geht damit schon in sein zweites Jahrzehnt. Er war einmal das Flaggschiff des Unternehmens und für die meisten Umsätze zuständig. Für die Server gab es die Ableger Pentium III und Pentium II Xeon.

Und nun wird der Pentium 350 in Microservern noch eine Ehrenrunde einlegen. Er liege im Stromverbrauch mit seinen 15 Watt niedrig genug für diesen Zweck und könne von der Leistung her auch kompakte Print- oder Web-Server oder auch Storage- und Content-Dienste antreiben. Alternativ bietet Intel auch den Xeon E3 oder demnächst einen Atom-Serverchip an.

Dean McCarron, Chefanalyst bei Mercury Research, glaubt sogar daran, dass der 350 gut genug für eine Karriere in Blade-Servern sei. Es sei jedenfalls eine kostengünstige interessante Alternative. Wie billig, das verriet Intel allerdings noch nicht.