Schneller Umstieg auf LTE-Mobilfunknetz vorhergesagt

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Das Mobilfunknetz der vierten Generation (4G), auch LTE genannt, soll mehr dem Datenverkehr als dem Telefonieren gewidmet sein. Dennoch oder gerade deswegen werden bis 2016 satte 430 Millionen Abonnenten erwartet.

Während der Umstieg auf UMTS (3G) seinerzeit noch überaus zäh verlief, soll der Aufstieg diesmal nur so flutschen: In einer Studie prognostiziert Juniper Research besagte 430 Millionen zahlende Kunden innerhalb von nur vier Jahren. Dabei werden die Abo-Gebühren für den superschnellen Breitband-Zugang anfangs sicher nicht zur Kategorie Schnäppchen gehören. Doch heute gibt es im Gegensatz zur 3G-Anfangszeit ein wachsendes Millionenheer von leistungsfähigen Smartphones. Deren Nutzer wollen sich oft nicht mit HSPA zufrieden geben und hungern nach mehr Up- und Download-Performance.

Studienautor Nitin Bhas sieht einen weiteren Schub für 4G-Dienste darin, dass Unternehmen gerne die Produktivität ihrer mobilen Mitarbeiter weiter fördern möchten. Die moderne Technologie der Mobilgeräte (Videochat und -konferenz, Cloud Computing, Virtualisierung) komme erst mit zuverlässig flotten Breitbandzugängen so richtig zur Geltung.

»LTE wird anfangs dominiert sein von Unternehmens- und Geschäftskunden, die Datenfluss und die Qualität des Dienstes zu schätzen wissen«, glaubt Bhas. Hinzu kommen die Hightech-Fans und Früh-Umsteiger. »Nordamerika und Westeuropa werden zunächst die stärkste LTE-Verbreitung erleben«, bemerkt der Studienautor abschließend.