HP spricht angeblich mit Intel über WebOS-Verkauf

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Die Branche wunderte sich längst, warum es HP nicht gelingen wollte, das mobile Betriebssystem an den Mann zu bringen – Interessenten waren reichlich im Gespräch. Jetzt soll es angeblich mit Intel klappen, falls der Halbleiterhersteller WebOS-Drucker akzeptiert.

Für das Mobilbetriebssystem WebOS, das Hewlett-Packard 2010 mit der Übernahme von Palm einkaufte, wartet nach wie vor auf eine Perspektive. Erst hieß es, Samsung kaufe das mobile OS (wir berichteten), dann wurde HTC als Abnehmer gehandelt und schließlich sogar Datenbankfirma Oracle ins Spiel gebracht.

Nun also sind wir laut dem Portal VentureBeat bei Intel als Übernahmekandidat für WebOS angelangt. Wobei kurz zuvor auch noch Qualcomm als möglicher Kandidat durch die Gerüchteküche gescheucht wurde, was aber prompt dementiert wurde.

HP hat jedenfalls noch keinen wasserdichten Deal geschlossen. Einer der Eckpunkte scheint zu sein, dass der Konzern weiterhin WebOS für seine Drucker nutzen möchte, um hier sein Versprechen gegenüber den Kunden nicht brechen zu müssen. Die Markteinführung von WebOS-Printer stehe kurz bevor, heißt es in der Branche. Auf der anderen Seite würde der Verkauf helfen, die Verluste zu dekeln. Zuletzt verzeichnete HP einen Rückgang von 3,3 Milliarden Dollar.

Für Palm mit seiner Hard- und Software hatte HP in 2010 noch 1,2 Milliarden Dollar gezahlt.

Intel hat sich zu dem Marktgerücht noch nicht geäußert, könnte aber das WebOS-Interface gut gebrauchen, um das mobile MeeGo aufzupolieren. Jenes wurde bislang nur auf ein paar Nischentablets und auf dem Nokia N9 eingesetzt.