Schlichtungsspruch: Western Digital soll 525 Millionen an Seagate zahlen

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Ein US-Gericht sprach sich gerade für diese hohe Ausgleichssummer im Streit zwischen den beiden Festplatten-Herstellern aus. Allerdings erklärte Western Digital umgehend, diese Entscheidung anfechten zu wollen.

Nach der Flut in Thailand wird Seagates Festplattenproduktion wohl erst in einem Jahr wieder auf altem Niveau sein (wir berichteten). Da käme der warme Regen – die halbe Milliarde von Western Digital – gerade richtig. Wenn er denn kommt, denn der Schlichtungsspruch des Richters in Minnesota wird offenbar nicht von Western Digital hingenommen: »Wir glauben uns als Unternehmen stets korrekt verhalten zu haben und nehmen den Schiedsspruch nicht hin«, zeigt sich WD-CEO John Coyne wenig versöhnlich.

Bei dem Streit geht es um Firmen- und Handelsgeheimnisse, die ein früherer Seagate-Mitarbeiter zu Western Digital mitgenommen und dort ausgeplaudert haben soll – sehr zum folgenden Nachteil für Seagate, die daraufhin ins Hintertreffen gerieten und die Marktführung an WD abgaben. Tatsächlich bestätigen aktuell die Marktforscher von IHS iSuppli, dass sich Western Digital mit 32 Prozent Marktanteil knapp vor Seagate (31 Prozent) geschoben hat.