SAP User Group fordert eine Reform des Lizenz-Modells

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In Birmingham haben sich bei der jährlichen Konferenz der SAP User Group über 400 Firmenkunden darauf geeinigt, mit Nachdruck die Konzernzentrale in Walldorf zu einer Korrektur ihres Kurses aufzufordern.

Die User-Group ist die Interessensvertretung aller Unternehmenskunden, die SAP-Software einsetzen. Neulich schon äußerte sie ihren Unmut über die Cloud-Strategie des Softwarekonzerns, doch nun machen sie regelrecht Front gegen die Preispolitik der Deutschen: »Wir haben uns hier verständigt über eine Möglichkeit, wie SAP seine Lizenzierung einfacher und fairer machen sollte«, fasst User-Group-Vorstand Alan Bowling diplomatisch zusammen. Die Mehrheit der britischen Mitglieder möchte unbedingt ein flexibleres Lizenzsystem, dass ihnen einen Wechsel zwischen den Technologien und Lösungen erlaube, ohne dabei finanziell bestraft zu werden – so wie es momentan sei.

»Unternehmen wollen mehr Transparenz und Durchlässigkeit bei der Lizenzierung. Schließlich ändere sich die IT-Technologie ständig, wie Virtualisierung, Cloud Computing und der Mobil-Trend zeigen. Die SAP-Lizenz-Modelle sind da viel zu kompliziert und umständlich«, führt Bowling aus. Man müsse doch heute von einem modernen Softwarekonzern verlangen können, leicht von einer stationären IT-Applikation zu einer cloudbasierten Lösung umzusteigen. Doch die Walldorfer machen das schwer bis unmöglich.

»So enden insbesondere SAP-Kunden mit diversen Lizenzen für ähnliche oder gleichartige Lösungen«, kritisiert Bowling diese Art der indirekten Abzocke. Die User Group regt sich vor allem darüber auf, dass auf diesem Wege gerade die existierenden und loyalen Kunden einen wirtschaftlichen Schaden erleiden.