IPv6: Bundesdatenschützer Schaar warnt vor Gefahren

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Die neue Internet-Adressierung könne sehr eindeutig auf das verwendete Gerät zurückverfolgt werden – nur eine Anonymisierung rette vor Datensammlern.

Schon im Juni wies Bundesdatenschützer Peter Schaar darauf hin, dass IPv6 zwei Seiten hat: Einerseits lassen sich zwar weitaus mehr Geräte ansteuern,  doch andererseits berge die Erweiterung des Adressraums neue Datenschutzgefahren. Ginge man nicht mit der nötigen Sorgfalt an die Umstellung heran, würden sich »jene schon die Hände reiben, deren Geschäfte auf der möglichst lückenlosen Registrierung des Nutzerverhaltens und der Bildung von Verhaltensprofilen basieren«.

Seine Warnung ist wohl in der Zwischenzeit versandet, am 7.11. hielt Schaar  gemeinsam mit Industriegranden nochmals eine Vortragsreihe zum Thema ab und erst ein neues Interview mit der dpa, das nun in allen Medien erscheint, bringt das Problem wieder in größerem Stil an die Öffentlichkeit.

Medien wie Die Zeit, die Süddeutsche und zahlreiche andere nahmen heute das Thema auf, DomainRecht.de nennt IPv6 sogar »ein neues Daten-Waterloo«.

Peter Schaar legte in seinem Interview Wert darauf, dass über eine Selbstregulierung Standards zur Anonymisierung entstehen würden. Ob sich die Provider darauf einigen können, steht aber noch weit offen.

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