Das Facebook-Smartphone kommt

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Lange ein Gerücht, ist es nun heraus: HTC soll Facebooks eigenes »soziales Handy« herstellen. Unter dem Codenamen »Buffy« soll es mit einer modifizierten Android-Version ausgestattet werden.

Den Codenamen für sein Telefonprojekt hat Facebook nicht ohne Hintergedanken gewählt : »Buffy« ist in den USA bekannt als der Vampirbezwinger aus einer Fernseherie – vielleicht möchte Facebook die Konkurrenz bezwingen. Das Wall-Street-Journal-Blog »Althings digital« hat alle Informationen über die Facebook-Pläne zusammengetragen. Demnach sollen die sozialen Dienste von Facebook tief in das Betriebssystem integriert werden und HTML5 als Plattform für Applikationen fungieren.

Bis HTC das Produkt fertigstelle, könne es noch 12 bis 18 Monate dauern, berichtet das Blog. Projekt Buffy laufe bereits seit zwei Jahren unter verschiedenen Führungskräften; derzeit leite Facebooks Technikchef Bret Taylor die Arbeiten.

Offiziell hätten weder Facebook noch HTC die Gerüchte bestätigt. Dennoch, so meint AllThingsD, sei mobile Nutzung sehr wichtig für Facebooks Zukunft. Bislang seien schon 350 Millionen mobile Nutzer aktiv, allerdings sei Facebooks Rolle bei den bisherigen Mobilgeräten eher »unterstützender Art« – als App. Doch eigentlich wolle Facebook wie Apple und Google mehr Kontrolle über die mobilen Nutzer erlangen, schreibt das WSJ-Blog.

Smartphones mit einem »Facebook Button« gebe es bereits einige – das kommende Facebook-Phone solle aber eine viel tiefere Integration der sozialen Dienste in die Handy-Oberfläche bringen.

Das aber könne Google vielleicht nicht allzusehr gefallen, schreibt AllthingsD-Autorin Ina Fried in einem Kommentar dazu – weil Android offiziell Open Source ist, habe Google damit den Konkurrenten auch den Weg geebnet, am Android-Hersteller vorbei Geld zu verdienen. Der »Fork« des Android-Codes könnte in Zukunft einige Kompatibilitätsprobleme für Facebook bringen, schreibt Fried – der Versuch, Nutzer immer auf die eigenen Shops zu leiten statt Googles Android Market zu erreichen, könne nach hinten losgehen – Updates zu Android könnten dann zum Beispiel zum Problem für Facebook werden.

(Bildquelle: ioannis kounadeas – Fotolia.com)

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