Studie: Smartphones machen Mitarbeiter müde

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Eine Untersuchung fand heraus, dass »mobile Arbeiter« sich zwar mehr Stunden als die Kollegen im Büro ihrer Arbeit widmen, das aber mit Übermüdung und Nachlässigkeit bezahlen.

Reisende Angestellte mit Smartphones und Anbindung an die Firmen-IT arbeiten vergleichsweise brutto mehr Stunden als die stationären Mitarbeiter. Was sie mehr arbeiten, sparen sie beim Schlaf und bei ihrem Fitness-Programm ein.

Dies berichtet der »Mobile Workforce Report« von iPass (PDF-Dokument), der auch feststellte, dass bereits 95 Prozent der Außendienstler und reisenden Firmen-Emissäre heute schon mit Smartphone ausgerüstet seien. 91 Prozent von ihnen benutzen es auch tatsächlich für Arbeitszwecke – war ein gewaltiger Produktivitätszuwachs ist, denn 2010 lag dieser Wert noch bei mageren 26 Prozent.

»Die Mehrarbeit des mobilen Arbeiters summiert sich im Jahr auf 240 Stunden über dem Niveau eines Büro-Kollegen, der auch mal Überstunden schiebt«, erzählt iPass-CEO Evan Kaplan. Knapp 30 Prozent der fleißigen Smartphone-Nutzer würden die langen Arbeitszeiten beim Schlafpensum einsparen. 25 Prozent der mobilen Angestellten schlafen weniger als sechs Stunden pro Nacht.
50 Prozent von ihnen gaben zu, nur noch selten bis gar nicht mehr ihre körperlichen Übungen oder Sport zu betreiben – 60 Prozent geben der Arbeit die Schuld.

Etwas ändern oder das Smartphone auf dem Schreibtisch oder in der Tasche zu lassen, das kommt für 59 Prozent der von iPass Befragten überhaupt nicht infrage. Sie würden sich orientierungslos, allein und leicht verzweifelt fühlen, wenn sie eine Woche lang ohne Smartphone unterwegs sein müssten. (Quelle: Aaron Amat – Fotolia.com)