Europäische Kommission fordert IT-Harmonisierung

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Die europäische Gemeinschaft möchte zumindest die Behörden- und Regierungssysteme auf das gleiche Level bringen, um Effizienz und Zusammenarbeit zu verbessern. Auch für die Wirtschaft sei das von Vorteil.

Das Ziel der IT-Harmonisierung hat sich soeben die zuständige Kommissarin Neelie Kroes (Bild) auf ihre digitale Agenda geschrieben. Aufgrund ihrer Idee fordert nun die Europäische Kommission von den Verwaltungen der Mitgliedsländer, sich auf ein gemeinsames ICT-Framework zu einigen.

»Die unterschiedlichen Systeme sind vor allem für international operierende Unternehmen ein ziemliches Hinderniss. Insbesondere bei steuerlichen Abrechnungen mit den Behörden fällt das unangenehm auf«, erzählt Kroes. Solche Umstände machen im heutigen digitalen Zeitalter keinen Sinn mehr – wenn man ein schrankenloser singulärer Markt sein will, dann müssen auch die wesentlichen Bestimmungen und (IT-) Abläufe gleichgeschaltet werden. Die jetzige Situation behindere Bürger und Firmen unnötig und koste allen Beteiligten, auch der öffentlichen Verwaltung, unnötiges Geld.

»Schließlich können selbsterklärende Online-Formulare zu einem Bruchteil der Kosten manchen Verwaltungsvorgang erledigen« erinnert Kroes. Jetzt komme es darauf an, dass die Mitgliedsländer zusammen arbeiten und sich auf ein einzelnes System einigen. »Von Seiten der EU investieren wir in den nächsten Jahren etwa 9 Milliarden Euro, um paneuropäische digitale öffentliche Services zu etablieren. Nun sollten die Länder mitziehen«, fordert die Kommisarin.