Bezahldienste: Google will Checkout und Wallet vereinen

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Der Webkonzern will demnächst nur noch mit einem singulären elektronischen Bezahlsystem im Markt operieren. Es soll zugleich im Internet und auf mobilen Geräten arbeiten.

Das Bezahlen per Smartphone gilt als zukunftsträchtig, doch die deutschen Sparkassen mauerten und wollten bislang nicht mit Google zusammenarbeiten (wir berichteten). Auch die Mehrheit der deutschen Handy-Besitzer steht den mobilen Zahldiensten nach wie vor reserviert gegenüber.

Daher versucht es Google nun den Vorstoß von vielen anderen Seiten. Zum einen wird der Wallet-Prozess als Zahloption im Android Market, bei YouTube, Google+ und anderen e-Commerce-Seiten des Hauses in den Vordergrund geschoben, zum anderen wird die bisherige Online-Bezahlplattform Checkout, die konventionelle Webbrowser unterstützt, mit Wallet verschmolzen.

Zunächst einmal können die Kunden von Wallet oder Checkout in ihrem Account das jeweils andere System direkt nutzen, wobei Google ohnehin einen Transfer plant, so dass es bald nur noch ein zentrales Bezahlkonto gibt, kündigte der Konzern per Blogpost an.

»Anfang nächsten Jahres werden wir mit unseren Handelspartnern daran arbeiten, die Logos auszutauschen und alle neuen und kommenden Funktionen zu besprechen«, schreibt der zuständige Wallet-Produktmanager Ben Lee im Blog. Warum diese Entscheidung vor dem wichtigen Jahresendgeschäft angekündigt aber erst danach realisiert wird, darüber ließ sich Lee nicht aus.
Wie die Kunden und Händler diesen Schritt aufnehmen, bleibt abzuwarten. Immerhin gibt es für sie ab sofort eine FAQ-Seite im Netz, welche die typischen Fragen zur Fusion der Bezahlsysteme beantworten will.

(Quelle: S.John – Fotolia.com)