US-General: Wir sind bereit, im Cyberkrieg anzugreifen

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Die juristischen Grundlagen und die (virtuellen) Orte, wohin zurückgeschlagen werde darf, sind noch umstritten. Ein »Framework« existiert bereits.

Endlich gibt es ein Regelwerk, das Operationen im Cyberspace regelt, erklärte laut einem Reuters-Bericht gestern US-Air-Force-General Robert Kehler. »Sagt’s und seine Kommando-Website ist down«, kommentiert Register-Autor Brid-Aine Parnell in trockenem britischen Humor.

Man brauche keine expliziten Behörden, um offensive Operationen irgendeiner Art zu starten, sagte Kehler. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn die Maßnahmen außerhalb des Cyber- »Kriegsgebiets« müssten noch genauer definiert werden. Das strategische Cyber-Kommando ist dem allgemeinen »Strategic command« unterstellt und erklärte nochmals sein Recht, zurückzuschlagen, wenn sich Angreifer in US-amerikanische Systeme einschleichen würden.

Wie in einem Krieg in der realen Welt muss allerdings der Präsident einen Cyber-Angriff autorisieren. Über die rechtlichen Probleme drumherum räsonieren sowohl Reuters als auch Register in lange ausholenden Worten.

Ob auch Unternehmen bei Cyber-Angriffen ein Recht haben, zurückzuschlagen, erwähnt niemand – derzeit ist dies jedenfalls noch strafbar – ob wohl die Möglichkeit besteht, nicht ganz legal arbeitende »Profis« dafür zu engagieren.

(Bildquelle: bearbeitetes Foto, Hiroshima, von George Caron, rear gunner Enola Gay – national-archives.gov)

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