Khronos gibt grünes Licht für den Standard OpenCL 1.2

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In Seattle verabschiedete die Interessensgruppe gestern noch das offizielle Update von OpenCL. Es bringt Entwicklern neue Tools, um die GPU-Plattform besser auszunutzen.

Seit Juni 2010 gab es keine Auffrischung des Standards für Parallelprozesse, der auch die Zusammenarbeit mit dem Grafikformat OpenGL regelt. OpenCL 1.2 verspricht künftig eine bessere Verbindung zu DirectX 9 und X 11, eine nochmals optimierte Integration mit OpenGL, ohne dabei die Abwärtskompatibilität zu den vorherigen Ausbaustufen von OpenCL zu verlieren, betont die Khronos Group.

Benedict Gaster, Architekt für Programmierungsmodelle bei AMD, bezeichnete es einen weisen evolutionären Schritt, denn er bringe für neue Entwicklungen frische Möglichkeiten, ohne die alten Projekte abzustoßen. So sei es erstmals möglich, Library-Tools zu kompilieren und untereinander zu tauschen, ohne den vollen Sourcecode dabei aus der Hand geben zu müssen. »Außerdem musste man bislang das ganze Projekt in einem Stück kompilieren. Nun gibt es die Chance, Teile von Fremdentwicklern zu beziehen und einzubauen, ohne jemanden in das Projekt zu sehr einweihen zu müssen«, lobt Gaster.

OpenCL 1.2 enthalte auch noch den Support, um Medien und Dienste zwischen OpenCL und DirectX zu tauschen. Auch werden nun Geräte-Partitionen und die Kernels von mobilen oder embedded Umgebungen unterstützt.