Kein Joint-Venture mehr: Huawei zahlt Symantec aus

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Der chinesische Hardwarespezialist hat das gemeinsame Unternehmen nun komplett in Eigenregie übernommen, um seine Präsenz in Sachen Unternehmens-Security und Storage zu stärken.

Huawei will sich als Ausrüster von Telekommunikations-Unternehmen breiter aufstellen. Abgesehen von seinen Tablet- und Smartphone-Produkten hatte sich Huawei jüngst schon beim Thema Cloud Computing verstärkt und auch noch einen Marketing-Strategen von IBM abgeworben (wir berichteten).

Die 49 Prozent von Huawei Symantec Technologies (Hongkong) für 530 Millionen Dollar zu übernehmen und damit Symantec komplett auszuzahlen, sei ein weiterer Schritt in Sachen Professionalisierung.
»Das Unternehmen wird eine zentrale Säule für unsere ICT-Lösungen«, betonte Vizevorstand Guo Ping. »Die Integration von innovativen Security- und Storage-Technologien in unsere Enterprise-Produkte wird unsere Marktposition stärken, insbesonder beim Cloud Computing«, ergänzt Ping.

Symantec ließ verlauten, dass man in China alle seine Ziele in den vergangenen vier Jahren erreicht habe und sich über die guten Erträge, die das Ursprungsinvestment gezeitigt habe, sehr freue. »Wir wollten bei dem Joint-Venture Erfahrungen mit dem Bau und Verkauf von Appliances sammeln, den chinesischen Markt für uns erschließen und näher an das Netzwerkgeschäft der Telekom-Provider heranrücken. Das ist uns alles gelungen«, fasst Symantec-Chef Enrique Salem zusammen. Trotz des Verkaufes werde China ein großer Markt für sein Unternehmen bleiben. Man beschäftige vor Ort über 900 Mitarbeiter in zwei Forschungs- und Entwicklungs-Zentren und betreibe dort auch ein Sicherheitslabor.