Japanische Regierung zwingt Vertragspartner zu neuen Sicherheitsregeln

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Zu viele Sicherheitsprobleme waren in den letzten Jahren in den öffentlichen Ämtern Japans und bei Lieferanten des Verteidigungsministeriums aufgetaucht. Nun hat man strenge Cyber-Security-Regeln erlassen.

Die neuen Regeln, sich an Sicherheitsmaßnahmen zu halten, sind ab sofort Pflicht für die Vertragspartner des japanischen Verteidigungsministeriums, berichtet die japanische Zeitung Daily Yomiuri. Derzeit arbeite man daran, die Cyber-Security-Regeln in alle Verträge aufzunehmen. Die Verträge von 96 Lieferanten würden der Reihe nach um härtere Sicherheitsvoraussetzungen erweitert.

Die bisherigen Regeln schreiben zwar schon Maßnahmen gegen Datenlecks (Data Loss Prevention) und die Pflicht zu aktuellen Antivirusprodukten vor, doch dennoch kam es vermehrt zu Problemen wie im September und Oktober bei Rüstungskonzern Mitsubishi Heavy Industries.

Die sofortige Information des Ministeriums bei gefundenen Datenlöchern und Schädlingen war MHI zwar vorgeschrieben, fand aber nicht statt. Deshalb erwarte die japanische Regierung fortan von den Vertragspartnern, ihre Systeme mehr als einmal wöchentlich zu scannen und Logs aller Zugriffe auf sensitive Daten mindestens drei Monate vorzuhalten.

Seltsam: Für die IT der ebenfalls von Schädlingen heimgesuchten japanischen Regierungsstätten Ober- und Unterhaus gibt es noch keine derart strengen Regeln.

(Bildquelle: alphaspirit – Fotolia.com)

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