Samsung bringt modifizierte Galaxy-Tab-10.1-Version auf den Markt

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Im Kampf um den Tablet-Markt lässt sich Samsung nicht von Apple-Anwälten beirren. Kleine Modifikationen  sollen das 10-Zoll-Galaxy-Tab  wieder in Deutschland marktfähig machen.

Samsung hat sein Galaxy Tab 10.1 modifiziert, um Apples Design-Klage zu umgehen und das Tablet nach einem Verbot nun doch noch auf den deutschen Markt zu bringen. Zwar konnten es schlaue Käufer über Amazon Großbritannien noch bestellen, doch in deutschen Läden war es dennoch nicht mehr erhältlich.

Samsung hat das Gerät nun umbenannt in Galaxy Tab 10.1N, um Apples einstweiliger Verfügung gegen den Verkauf des »ähnlichen« Gerätes zu entgehen. Der Onlinehändler Cyberport  bietet nun die neue Version an – noch mit den Bildern der alten Variante.

Patentstreit-Beobachter Florian Müller hat natürlich sofort nachgehakt und erfahren, dass der Metallrahmen des Gerätes nun weiter um die Ecke reiht und so die Ränder der Vorderseite erreicht. Das Design scheine eine Zusammenarbeit der deutschen Samsung-Anwälte mit den Produktdesignern zu sein, erkennt Müller. Ob das ausreiche, Apples juristischen Ansprüchen zu widerstehen, sei nicht sicher.

In den Niederlanden habe Samsung das jedoch schon einmal so ähnlich gemacht und einfach die Art, wie Nutzer durch eine Fotogallerie blättern, in der Firmware verändert.

Wenn das neue Design in Deutschland die juristischen Klippen umschiffe, könnte dieselbe Vorgehensweise in den USA durchaus noch einmal angewendet werden – Samsung lasse sich eben nicht so schnell von Apple kleinkriegen.

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