Hitachi, Sony und Toshiba wollen Displays bauen

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Die Konzerne haben sich heimlich zusammen gesetzt und eine ungewöhnliche Kooperation beschlossen: Sie vereinen ihre Bildschirm-Produktionen in der neuen Organisation »Japan Display«.

Mit einem gemeinsamen Joint-Ventures in Taiwan hatten jüngst schon die beiden Display-Hersteller Sharp und Foxconn ihre Kräfte gebündelt (wir berichteten). Nun folgt mit Japan Display darauf praktisch eine Antwort. Die Produkte der frisch geformten Troika sollen künftig sowohl in Handys als auch in PC-Systemen verbaut werden. Bei mittleren Größen soll dann Schluss sein. 70 Prozent des Startkapitals für Japan Display schießt übrigens das staatlich gestützte Innovation Network bei. Damit müssen Hitachi, Sony und Toshiba nur je 10 Prozent beisteuern.

Als erste Produktionsstätte hat sich Japan Display übrigens eine größere Fabrik von Panasonic gekauft. Der Markt soll schon ab Frühjahr 2012 beliefert werden. Die neue Allianz verspricht sich aus der Bündelung niedrigere Kosten und damit eine bessere Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Koreanern (LG Display, Samsung Mobile Display) und Taiwanern (AU Optronics, Chi Mei). Gerüchteweise soll Apple zu den ersten Abnehmern von Japan Display gehören.