Indische Infosys: »Westliche Auftraggeber werden IT-Budgets kürzen«

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Der zweitgrößte indische Software-Dienstleister sieht sein Wachstum in Gefahr und kürzt seine Umsatz-Vorhersagen.

Infosys sehe eine »Unbeständigkeit« in der Entscheidungsfindung seiner Kunden, zitiert Wirtschaftsdienst Bloomberg ein Interview mit Infosys- Vize-Aufsichtsratsvorsitzendem S. Gopalakrishnan: »Wahrscheinlich wird es kommendes Jahr einige Budget-Kürzungen geben«.

»Die Budgets in Europa werden substantiell nach unten gehen« kommentiert Analyst Ankur Rudra die Entwicklung – und stufte die Infosys-Aktien auf »Verkaufen« ein.

Die Firma aus dem indischen Bangalore verlor bereits in den letzten vier Quartalen Aufträge, weil die Auftraggeber wegen der globalen Wirtschaftslage lieber weniger outsourcen. Doch weil der Programmierdienstleister die höchste Bargeldmenge der indischen  IT-Industrie habe, plane er mit Unternehmenszukäufen im Wert von 700 Millionen US-Dollar in Bereiche zu expandieren, die Infosys bisher noch nicht oder sehr wenig mit seinem Portfolio abdeckt.

Diese Bereiche seien vor allem diejenigen, die sich antizyklisch zur Wirtschaft verhielten, etwa die Healthcare-Industrie. Aber auch, um sich international auf noch mehr Standbeine zu setzen, expandiere man. So plane man in Japan oder in Deutschland eine größere Akquisition im Wert von etwa 500 Millionen US-Dollars.

So gar nicht ins Bild der Inder will da passen, was IT-Verantwortliche weltweit in einer Studie von Spiceworks sagten:  In ihren Augen werden die IT-Budgets in Zukunft signifikant steigen. Dieses Plus wird vermutlich von den nicht mehr stattfindenen Outsourcing-Budgets bestritten.

(Bildquelle: Flyer der Carnegie Mellon University )

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