Gerücht: Chromebooks sind im Markt gefloppt

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Obwohl schon einige Monate seit Produkt-Launch ins Land gegangen sind, sollen sich die Chromebooks der ersten Generation mit ganz schwachen Abverkäufen quälen. Die Hersteller Acer und Samsung haben sich dazu noch nicht geäußert.

Wo Apple mit seinen neuen Modellen innerhalb von Wochen Millionen-Stückzahlen ausliefert, soll es seit dem Chromebook-Start am 24. Juni (wir berichteten) für Acer und Samsung nicht einmal 5.000 Stück gewesen sein. Das wäre eine Blamage. Doch die Hersteller wie auch Google haben sich offiziell noch nicht in die Karten schauen lassen, weshalb dieses Gerücht auch daneben liegen könnte. Andererseits würde das Trio längst Erfolgsmeldungen verbreiten, wenn es denn mit dem Verkauf klappen würde.

In Taiwan jedenfalls wird hinter vorgehaltener Hand behauptet, dass Acer von seinem Cromia 700 weniger als 5.000 Einheiten absetzen konnte. Das Branchenblatt Digitimes will erfahren haben, dass es vom hochpreisigeren Samsung Series 5 noch weniger Exemplare waren.

Ob es an der Hardware oder am Betriebssystem Chrome OS liegt, darüber wurde nicht spekuliert. Allerdings dürften die Verkaufspreise ausschlaggebend sein, denn jenseits der 350 Dollar gibt es eben mit den vielen Netbook-Modellen genügend Alternativen, die zudem mehr Speicherkapazität besitzen und auch offline zu nutzen sind – etwa während eines Fluges oder am Strand. Die Google-Rechner dagegen punkten hauptsächlich nur mit dem flotten Bootvorgang und der langen Akkulaufzeit. Den Vorteil des Online-Speichers und von Google Docs interessiert insbesondere Unternehmen eher wenig. Dabei hatte man extra noch mit Virtualisierung und VPN nachgerüstet (wir berichteten) und das verbesserte Chromebook den Unternehmen nahegelegt.

Der damalige Google-Vorstand Eric Schmidt hatte sich obendrein zu einer Asien-Tour aufgerafft, um bei den PC-Herstellern dafür stark zu machen, Systeme mit Chrome OS aufzulegen. Doch das scheint bislang alles vergebens zu sein. Der Android-Erfolg lässt sich bei den ausgewachsenen Rechnern bislang nicht wiederholen. Zumal die Black-Hat-Konferenz dem Google-Betriebssystem auch noch Sicherheitsschwächen vorhielt (wir berichteten).