HP verlagert Notebook-Produktion nach Japan

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Normalerweise betreiben Hersteller ein Outsourcing in Richtung Billiglohnländer. HP geht da gerade den umgekehrten Weg und zieht eine ganze Produktserie aus China ab, um sie künftig in der eigenen Fabrik nahe Tokio zu bauen.

Überraschenderweise handelt es sich um die günstigen Consumer-Modelle, die HP nun in der nicht gerade billigen Hauptstadt Japans fertigen lässt. Dies berichtete gestern Abend zumindest die japanische Wirtschaftszeitung The Nikkei.

Laut dem Bericht begründet die Firmenleitung ihre Verschiebung mit kürzeren Auslieferungszeiten, vereinfachter Logistik und dem Vorteil, im Marketing auf das Qualitätslabel »Made in Japan« verweisen zu können. Schon im August hatte HP seine Business-Notebooks zur Fabrik nach Akishima verlagert.

Bis Februar 2012 will der Konzern die geplante Volllast in der Fabrik erreicht haben. Das bedeutet den jährlichen Ausstoß von 500.000 japanischen HP-Notebooks. Anschließend könne man den Kunden zusagen, innerhalb von fünf Tagen nach Bestellung das Gerät ausliefern zu können. Bislang lag dieser Wert eher bei 14 Tagen und darüber. In der Akishima-Fabrik laufen übrigens auch alle HP-Desktops für den japanischen Markt vom Band.