Festplatten-Produktionsstau durch Flut in Thailand löst sich langsam auf

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Die Fabriken der großen Festplattenlieferanten nehmen ihre Produktion wieder auf – da fehlte nur noch das i-Tüpfelchen: Die Herstellung der Festplattenmotoren war ebenfalls großteils im Flutgebiet angesiedelt. Die Produktion wird teilweise wieder aufgenommen – und teilweise verlagert.

Da nahezu alle namhaften Festplattenhersteller ausgerechnet im Flutgebiet von Thailand produzierten, war nach Ansicht verschiedener asiatische Industrie-Analysten die gesamte Harddisk-Branche bedroht, sie glaubten sogar, es werde sich bald auf die Preise auswirken – insbesondere bei den 2,5-Zoll-Laufwerken. Erst später erkannten dies die US-amerikanischen Marktforscher von iSuppli und läuteten die Alarmglocken.

Auch, wenn einige Hersteller ihre Produktion bereits wieder aufnehmen konnten, fehlte noch ein kleines Teil: Die Motoren, welche die Harddisk-Platten antrieben, stammten zwar zu 75 Prozent von einer japanischen Firma – die aber produzierte sie ebenfalls in Thailands Flutgebieten.

Die Festplattenmotor-Fabriken des Herstellers Nidec in Ayuttayah (knapp 50 Kilometer von Bangkok) nähmen jetzt die Produktion wieder auf, berichten die Marktbeobachter von Digitimes. Das, so das Onlinemagazin, sollte helfen, die vorhergesagten Lieferengpässe im vierten Quartal 2011 zu verringern.

Dennoch will Nidec seine Festplattenmotoren künftig verstärkt auf den Philippinen und in China produzieren. Eine starke Auswirkung der thailändischen Flut auf die Festplattenpreise dürfte so in das Reich der Mythen verschoben sein.

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