US-Regierung wirft China und Russland Cyber-Spionage vor

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Die politisch Verantwortlichen für die US-Geheimdienste bestätigten am Wochenende, das ausländische Hacker versucht hätten, bewusst amerikanisches Know-how zu stehlen.

Die US-Behörde für Gegenspionage (National Counterintelligence Executive) betont, es gebe Anzeichen dafür, dass diese Hacker mit Unterstützung der Regierungen Chinas und Russlands gehandelt hätten. Sie seien vom Staat finanziert worden und ihre konkrete Aufgabe lautete, wichtige Handels- und Geschäftsgeheimnisse zu beschaffen.

In ihrem Bericht beschuldigt die Behörde nicht nur Peking und Moskau, sondern im kleineren Maßstab auch etliche US-Partner und Verbündete, ihre Beziehungen zu amerikanischen Unternehmen für das Ansammeln von Informationen und ökonomischen Daten missbraucht zu haben.

»Die chinesischen Akteure sind eindeutig am aktivsten und betreiben andauernd und mit Nachdruck Industriespionage«, klagt die Behörde. Viele Privatfirmen und viele Sicherheitsexperten berichten darüber, einer enormen Angriffswelle ausgesetzt zu sein. Im Bericht wird die langjährige Vermutung, dass vor allem Hacker in Staatsauftrag für einen Großteil der Bemühungen verantwortlich seien, bestätigt. Namentlich nennt der Report aber nur China und Russland als Hauptschuldige für die Advanced Persistent Threats (APT).

China reagierte sofort und streitet seine Beteiligung ab, nennt die Behördenvorwürfe »«unverantwortlich«. Marcus Carey, Security-Experte bei Rapid7, geht davon aus, dass diese staatlich gesponserten Angriffe auf absehbare Zeit unvermindert weitergehen werden. »Die entsprechenden Regierungen sehen das nicht als Verfehlung an. Sie denken, Cyberspionage sei absolut notwendig, um sich einen Vorteil zu verschaffen«, bringt es Carey auf den Punkt.