Ex-US-General: USA soll selbstentwickelte »Cyberwaffen« nutzen

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Die Vereinigten Staaten sollen offener mit der Tatsache umgehen, dass sie selbst Cyberwaffen entwickelten und es aussprechen, wenn sie damit gegen die zunehmende Masse von Angriffen ausländischer Hacker vorgehe.

James Cartwright, vor seinem Rücktritt im August die Nummer Zwei der US-amerikanischen Militärs, hatte in einem Interview mit Reuters gefordert, mehr auf offensive Waffen im Cyberkrieg zu setzen.
Cartwright hatte in seiner Zeit als General das Bewusstsein der Militärs für Cyber-Security erhöht. Bei den in Intensität und Häufigkeit zunehmenden Netzwerk-Angriffen müsse man nun entsprechende Gegenmaßnahmen offen entwickeln, betonte Cartwright. Wenn man diese Waffen geheimhalte, habe auch kein Angreifer Angst davor.

Gezielte Hack-Angriffe aus Ländern wie China und Russland hatten für Besorgnis in militärischen Kreisen geführt. Cartwrigt spricht die Ängste an und legt den Militärs vor, welche Maßnahmen sie ergreifen müssten.

Sie müssten nun zuallererst ausarbeiten, wie man Gegenmaßnahmen gegen Hackversuche ergreife. Zu den Schlüsselfragen gehöre auch, wie Washington über offensive Computer-Attacken-Netzwerke entscheide und wie man Cyberangriffe als Krieg definiere. Das elektronische Waffenarsenal müsse in einem Angriffsfall mit operativen Plänen für Training, Tests und Nutzung aufgerüstet werden.

Nach Cartwrights Meinung sind die Kriegsschauplätze und Waffen der Zukunft offenbar Rechenzentren statt Atomwaffen.

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