Routerhersteller Viprinet wehrt sich gegen feindliche Übernahme

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Eine Gruppe von „Akteuren“ habe eine feindliche Übernahme des Routerherstellers geplant, um anschließend Arbeitsplätze nach China zu verlagern und die deutschen Technologien  für viel Geld an Hewlett-Packard zu verkaufen.

Viprinet, Hersteller von Routern für den Unternehmenseinsatz, hat einen »aufgeflogenen« Übernahmeplan mit Hilfe  von zwei deutschen Gerichten abwenden können. Die Geschichte dahinter wird in einer Pressemeldung, die die Rettung verkündet, recht abenteuerlich geschildert: »Was verbindet eine deutsche Firmengruppe zur Entwicklung von Windkraftparks, die landeseigene rheinland-pfälzische Förderbank ISB, einen Titelbetrüger, und eine Frankfurter Anwalts-Großkanzlei? Sie sind Beteiligte in einem erstaunlichen Fall von Wirtschaftskriminalität«.

Das Unternehmen aus Bingen am Rhein hatte zuvor seine Internet-Router mit einer Technik bestückt, für die ihr Gründer Simon Kissel mehrfach ausgezeichnet wurde. Das profitable Unternehmen habe seine Technik weltweit gut verkauft – sie sei in Büros, Krankenwägen oder auf Schiffen sehr verbreitet, lobt sich das Unternehmen selbst.

Doch ausgerechnet die Förderbank, die Viprinet Startup-Hilfe gab, war offenbar mitbeteiligt an dem geplanten Ausverkauf – die Firma wäre für 70 Millionen Euro an HP verkauft worden.

Gerichtsbeschlüsse aus Mainz und Zweibrücken hätten das Unternehmen in letzter Sekunde gerettet, schreib Viprinet. Das Schauspiel ist offenbar noch nicht vorbei: In einer neuen Meldung warnt Viprinet vor der Firma Cassi LLc aus Delaware, die versucht, Anteile an Viprinet zu verkaufen – ohne jemals welche übernommen zu haben.

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