Die Panda-Labs melden fünf Millionen neue Schädlinge

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Allein im abgelaufenen dritten Quartal sei diese Rekordmarke von frischen digitalen Schädlingen gezählt worden, berichtet der spanische Hersteller von Security-Software.

Der Cyberspace taumle leider von einem Negativrekord zum nächsten, meldet Panda Security. In der Quartalsauswertung seiner Sicherheitslabors habe man insbesondere eine Rekordzahl von Trojanern entdeckt. Rund 75 Prozent aller digitalen Schädlinge seien momentan datenstehlende Trojaner. Ein Quartal zuvor hatte dieser Anteil noch bei 68 Prozent gelegen. Ursache sei die Geldgier der Cyber-Kriminellen, die insbesondere auf Bank- und Account-Daten scharf seien.

Der Anteil von reinen Viren bewegt sich nur noch bei 12 Prozent (minus 4 Prozent), während Würmer mit 6,26 Prozent sich in ihrer Erscheinungshäufigkeit beinahe halbiert haben. Ein Neueinsteiger sind die angeblichen Anti-Viren-Programme, die sich von 1,37 auf 3,52 Prozent fast verdoppeln konnten.

Am meisten mit Infektionen haben die Rechner in China, Taiwan und der Türkei zu kämpfen, zählt Panda auf. Die niedrigsten Infektionsraten sind heutzutage in den europäischen Ländern zu beobachten. Negative Ausreißer unter den Industrienationen seien nach wie vor Japan, Australien und Amerika. »Wir sollten langsam mal aus unseren Fehlern lernen und von den erfolgreichen Ländern uns etwas abschauen, damit wir eine sichere Welt schaffen«, appelliert PandaLabs-Direktor Luis Corrons an die Verantwortlichen.