Supercomputing: Herausforderung liegt in der Cloud

Cloud

Die wesentlichen Marktakteure des High Performance Computing (HPC) haben sich gerade in  San Francisco getroffen, um sich über die nahe Zukunft ihrer Branche auszutauschen.

Manager von Unternehmen wie beispielsweise AMD und Cray äußerten sich über die Herausforderungen, die HPC-Hersteller demnächst erfüllen müssen. Etwa die verstärkten Bemühungen um die Energieeffizienz, bessere Software-Entwicklungen, eine optimierte Skalierung in Clustern sowie ein erfolgsversprechender Einsatz beim Cloud Computing. Um diese Problemfelder alle zu lösen, dürften die nächsten sechs bis sieben Jahre ins Land gehen, waren sich die Panel-Teilnehmer einig.

Margaret Williams von Cray glaubt sogar, dass manche programmiertechnische Herausforderung erst bis 2020 gelöst sein wird. Williams merkte an, dass insbesondere rund um die Handhabung von paralleler Verarbeitung und Hardwareaussetzern in den größeren Clustern einige elegante Lösungen gefunden werden müssten: »Heutige Modelle gehen doch davon aus, dass ich zum Ende einer Rechenaufgabe die gleichen Hardwareressourcen zur Verfügung habe wie am Beginn. Da müssen wir bei der Programmierung flexibler werden.«

Auch AMD-Technologiechef Chuck Moore verlangt von künftigen HPC-Systemen und -Diensten, sich für die Cloud-Plattformen für andere Modelle und Einsatzzwecke umzuschauen. Aktuelle Forschungsprojekte verlangen zwar viel Rechenleistung, seien aber nicht so gut auf den aktuellen Cloud-Architekturen aufgehoben. »Entwickler tendieren dazu, ihre Apps zu schreiben und dann in die Cloud zu entlassen. Doch die typischen Supercomputer-Aufgaben brauchen ganz andere Latenzzeiten und bedeuten eine ganz andere Last. Da kann man die App nicht einfach so in die Cloud verlegen«, argumentiert Moore.