Studenten helfen IBM bei Supercomputer-Entwicklung

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IBM Watson kognitives Computing (Bild: IBM)

Die Eliteuniversitäten Harvard und MIT waren schon in die Entwicklungspläne des Konzerns eingebunden. Im Rahmen der Kooperation sollen die begabten Studenten nun neue Möglichkeiten ausloten, wie der Watson-Supercomputer für Businesszwecke sinnvoll ausgenutzt werden könne.

Der Name Watson leitet sich natürlich vom IBM-Gründer Thomas Watson ab. Die Universitäten hatten schon in einem speziellen Kollaborationsprogramm den IBM-Entwicklern Input für die Konstruktion des Superrechners gegeben. Nun sind sie aufgefordert, sich auch Gedanken über die Applikationen zu machen. Spezialisiert sei das fertige System dereinst auf die Analyse der menschlichen Sprache hinsichtlich Bedeutung und Kontext.

»Diese Analysefähigkeiten lassen sich bestimmt in verschiedenen Industrien und Branchen nutzen. Hier hoffen wir auf die Kreativität der Studenten«, erzählt IBM-Direktor Jim Spohrer. So gab es bereits den Vorschlag, Doktoren bei der Patientendiagnose zu unterstützen, insbesondere bei komplexen Krankheitsbildern und einem Berg Befunden.

Finanz- und Banktransaktionen auf Betrügereien, Insiderhandel und illegale Trades zu untersuchen, war ein weiterer Vorschlag. Hier haben die illegalen internen Aktivitäten von manchen Händlern in den letzten Jahren aufgezeigt, dass so etwas in der Bank lange unbemerkt bleiben kann und zu Milliardenschäden führt.

IBM kann jegliche Unterstützung gut gebrauchen, denn die Konkurrenz schläft nicht. Da plant Cray gerade einen wahren Titanen unter den Superrechnern (wir berichteten) und selbst die Chinesen bauen ebenfalls gerade ein Supercomputer-Eigengewächs.