Spanien: Apple verliert Rechtsstreit um iPad-Design

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In der spanischen Version der David-gegen-Goliath-Geschichte gewinnt wieder einmal David: Das kleine spanische Tablet-Unternehmen NT-K konnte sein Android-Tablet gegen Apple verteidigen.

Die Firma »Nuevas Tecnologías y Energías Catalá« aus dem Landstrich Valencia versucht nun, von Apple Schadenserstz zu verlangen, schreibt das spanische Unternehmen in seinem Blog.

Gefunden hat das Urteil wieder einmal Patentblogger Florian Müller, dessen Spanischkenntnisse seit seiner juristischen Arbeit für den Fußballclub Real Madrid offenbar nicht eingeschlafen sind. Müller findet es erstaunlich, dass Apple mit den gleichen Anschuldigungen in Deutschland den Prozess gewann und in den Niederlanden verloren hatte.  Mit Spanien folgt in weiteres Land, in dem Apple nicht triumphieren kann – im Gegenteil freue sich der Hersteller aus dem mit rund 25.500 Einwohnern kleinen Städtchen »Quart de Poblet« umso mehr, gegen Apple aufzutrumpfen.

Apple hatte es zuvor geschafft, den Import der beauftragten Android-Geräte aus China zu blockieren und den spanischen Anbieter zum »Produktpiraten« in einer EU-weiten Liste der Zoll-Ämter abzustempeln. n-tk aber beschloss, sich gegen Apple zu verteidigen und nicht klein beizugeben wie einige andere kleine Unternehmen. Auch der deutsche Gerätehersteller Jay-Tech verteidige sich seit August gegen Apple, berichtet Müller (Jay-Tech ist bekannter durch seine preiswerten Lerncomputer für Kinder. Das kleinste WLAN-Android-Tablet von Jay-Tech ist derzeit beim Discounter Real für unter 100 Euro erhältlich).

n-tk habe es mit Hilfe des spanischen Wettbewerbsrechts geschafft, sich gegen Apple durchzusetzen, erklärt Müller: Apple schließe missbräuchlich Konkurrenz aus dem spanischen Markt aus, habe es in der Beschwerde des Tablet-Anbieters geheißen. Nun verklagt n-tk Apple auf Schadensersatz wegen  »finanziellen Schäden, verlorenen Gewinnen und moralischen Schäden«.

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