Trotz iPhone-Auftrag: Foxconns Profite brechen weg

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Im vorigen Quartal verbuchte Foxconn einen Verlust. Das schwierige Marktumfeld und gestiegene Löhne seien dafür verantwortlich.

Hon Hai Precision Industry ist der weltgrößte Auftragshersteller für Elektronik. Tochterfirma Foxconn wurde bekannt durch seine Arbeiten für Apple, insbesondere das iPhone, rollt hier vom Band. Doch der Erfolg der Kalifornier färbt nicht mehr auf die Chinesen ab. Hon Hai musste nunmehr schon das vierte Quartal in Serie ein Absinken der Gewinne eingestehen, während Foxconn im vorigen Vierteljahr mit 641 Millionen Dollar Umsatz ein Minus von 8,6 Prozent im Jahresvergleich hinlegte.

Hon Hai seinerseits litt durch die wirtschaftliche Schwächephase in diversen Ländern und setzte dadurch weniger Computer und Spielkonsolen ab. Trotzdem konnte man 3,2 Prozent mehr Einheiten herstellen und ausliefern als im vorigen Jahr, unter anderem an Amazon, Dell und HP. Jetzt arbeite man an einer Optimierung der Margen – durch niedrigere Produktionskosten dank einer neuartigen Fabrik – und hofft über Foxconn auf einen Push bei den Absatzzahlen durch die Veröffentlichung des iPhone 4S.

Im vorigen Jahr musste Foxconn nach einer Selbstmordwelle in seinen Fabriken die Arbeitsbedingungen verbessern und die Löhne anheben. Das nagt nun an den Profiten, berichtet Kirk Yan von Barclays Capital in Hongkong. Jüngst kamen auch noch Vorwürfe der Umweltverschmutzung hinzu (wir berichteten). Hon Hai beschäftigt rund eine Million Arbeiter und baut momentan einige neue Fabriken im Landesinneren. Zudem wird die Fabrik in Brasilien erweitert.