Die 7 Trends der IT-Zukunft
Trend 5: Kampf der IT-Generationen
Der Konflikt zwischen älteren Arbeitnehmern, die neuer Technik oft eher skeptisch gegenüberstehen und den Digital Natives gab es immer schon. Allerdings vermuten die TNS-Experten, dass sich dieser Konflikt durch die Beschleunigung des technischen Fortschritts und die Flut neuartiger Geräte und Bedienkonzepte (Touchscreen) noch verschärfen dürfte.
Doch die Spannungen aufgrund unterschiedlicher Haltung gegenüber Technik-Trends könnten auch schon innerhalb einer Altersgruppe entstehen. Im Gegensatz dazu kann ein Mitarbeiter der zur Generation X zählt, also computertechnisch gesehen in den 90er Jahren sozialisiert wurde, gegenüber Tablet-PCs genauso aufgeschlossen sein wie ein 25-jähriger, der gerade frisch in die Firma gekommen ist.
Nach Ansicht der Arbeitsmarktforscher bietet aber gerade die Technik die Möglichkeit, dass sehr unterschiedliche Anwendertypen ihre Aufgaben individuell erledigen können. Verschiedene Bedienoberflächen, Betriebssysteme und Geräte bieten jedem die Chance, seinen Job so zu erledigen, wie er das persönlich für richtig hält, egal, ob via Touchscreen-Display oder mit Maus und Tastatur.
Trend 6: Innovationsschub durch Mitarbeiter
Während bisher Aufgaben und Ziele allein durch die Unternehmensführung festgelegt und nach unten durchgereicht wurden, ändert sich das Bild auch hier. Die dezentrale Arbeitsweise erfordert selbstverantwortlich handelnde Mitarbeiter.
Dementsprechend werden die Mitarbeiter in Zukunft auch verstärkt Wert darauf legen, genau mit der Software und der Hardware zu arbeiten, die sie für ihre Aufgabe benötigen. Technisch Innovationen werden so verstärkt von Angestellten oder Mitarbeitern der Unternehmen angestoßen.
Trend 7: IT-Manager als Personalmanager
Bisher wurde die IT-Abteilung von den Kollegen häufig als Spaßbremse beim Einsatz neuer Techniken gesehen. Jeder kennt die Anekdoten, bei denen der »Admin« bestimmte Internetseiten sperrt, die Nutzung bestimmter Programme untersagt oder sich weigert, bestimmte Mobilgeräte zu unterstützen.
Auch das dürfte sich in Zukunft deutlich verändern. Die Rolle des IT-Managers ist im Umbruch. Zu seinen traditionellen Aufgaben – Netzwerk pflegen, Software verteilen, Backups organisieren, für Sicherheit sorgen, Hardware anschaffen – kommen Aufgaben hinzu, die eher projektbezogen sind. Sein Job wird zum Teil darin bestehen, neu konstituierte Teams mit passenden Geräten und Software auszustatten und die Infrastruktur bereitzustellen.
Vieles ist noch Zukunftsmusik
Die Autoren der Studie gestehen ein, dass die genannten Trends, auch wenn sie sich teilweise schon sehr deutlich abzeichnen, noch weit davon entfernt sind, Wirklichkeit zu werden. Vieles davon ist noch Zukunftsmusik. Während vor allem Unternehmen aus der IT-Branche oder der digitalen Welt sich schon sehr schnell auf die neue Situation eingestellt haben, gibt es andere, beispielsweise im produzierenden Gewerbe, die darin noch keine Vorteile sehen und sich abwartend verhalten.
Umfrage unter Arbeitnehmern folgt
Der jetzt von Dell und Intel veröffentlichte Report ist nur die erste Phase eines größer angelegten Forschungsprojektes. In diesem ersten Schritt haben die Arbeitsmarktforscher versucht, die wichtigsten Faktoren für die Veränderung der Arbeitswelt festzulegen, darunter technische, soziale, politische oder ökologische Gesichtspunkte. Im nächsten Schritt wurden Experten aus elf verschiedenen Ländern zu den ihrer Ansicht nach wichtigsten Trends befragt.
In den nächsten Monaten soll es eine quantitative Umfrage unter Mitarbeitern geben, hierbei werden auch Anwender aus Deutschland befragt.





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