Nintendo hat schon fast 1 Milliarde Verlust aufgehäuft

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Vorbei scheinen die Zeiten, in denen der japanische Entertainment-Konzern kaum mit dem Geldzählen hinterher kam. Doch die Erfolgsserie aus Gameboy, DS und Wii scheint eine Pause einzulegen.

Seit 30 Jahren hat Nintendo kein Geschäftsjahr mit Roten Zahlen abschließen müssen. Doch genau dies droht dem Konzern im laufenden Jahren, denn in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres (in diesem Fall bis 30. September) liefen schon 923 Millionen Dollar Verlust auf, berichtet das Wall Street Journal.

Nachlassende Wii-Verkäufe, eine schwache Weltwirtschaft und ein überaus starker Yen-Kurs haben miese Exportergebnisse verursacht. Daher rechnet Nintendo damit, das Geschäftsjahr 2011 (endet im März 2012) mit einem Minus von etwa 264 Millionen Dollar abzuschließen. Das Weihnachtsgeschäft werde also noch einiges von dem jetzigen Loch stopfen können, doch es wird nicht für eine Schwarze Null reichen.

»Der Verbraucher hat heute in seiner Freizeit mehr Ablenkungsmöglichkeiten als früher«, merkt  Nintendo-Präsident Satoru Iwata an. »Vor allem die Spielereien auf den Smartphones mit iOS und Android tragen dazu bei. Die Wii ist veraltet und bietet kein HD-Gaming wie die Konkurrenten. Unser Eingabekonzept wurde kopiert, weshalb wir unseren Vorteil verloren haben«, listet Iwata auf. Auf der E3-Messe im Sommer stellten die Japaner daher einen modernen Nachfolger vor: Die Konsole Wii U besitzt einen Controller mit 6,2-Zoll-Touchscreen, der auch mobile Spiele ermöglichen soll und neue Gaming-Konzepte (Tausch von Spielfiguren, mobiles Training) erlaube. Die Wii U komme etwa Mitte nächsten Jahres auf den Markt.