HP gliedert PC-Sparte nicht aus

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HP hat seine Pläne, die PC-Sparte auszugliedern oder gar zu verkaufen, zu den Akten gelegt. Sie verbleibt im Unternehmen, weil sie zu sehr mit anderen Bereichen verbunden ist und sich HP mit ihr besser aufgestellt sieht. Zudem kam man zu dem Schluss, dass eine Trennung wohl zu teuer geworden wäre.

»HP steht zur PSG, zusammen sind wir stärker«, sagte die neue HP-Chefin Meg Whitmann. Sie hatte kurz nach ihrem Amtsantritt angekündigt, die geplante Ausgliederung auf den Prüfstand zu stellen. Ihr Vorgänger Léo Apotheker hatte die PC-Sparte Mitte August zur Disposition gestellt und damit Kunden und Partner überrascht – und letztlich wohl auch seinen Abgang beschleunigt.

Die PC-Sparte sei zu tief in das Unternehmen HP integriert, als dass sie sich einfach herauslösen ließe, heißt es nun. Zudem leiste sie einen entscheidenden Beitrag zum Lösungsportfolio und Markenwert. Die Kosten einer Ausgliederung würden die Vorteile bei weitem übersteigen.

Eine wichtige Rolle dürfte nicht nur gespielt haben, dass die PC-Sparte pro Jahr immerhin 40 Milliarden Dollar zum Umsatz und 2 Milliarden Dollar zum Gewinn von HP beiträgt, sondern auch dass sie HP einiges an Macht gegenüber Komponentenherstellern verleiht. Ohne das PC-Geschäft könnte man allerdings nur noch geringere Mengen abnehmen und weit weniger gute Preise aushandeln – die Marge würde schrumpfen.

Die PSG sei eine Kernkomponente in HPs Strategie, teilte HP mit, und man sei sich sicher, künftig ein gutes Wachstum hinlegen zu können.

((Update))

HP ist die Nummer 1 auf dem PC-Markt, daran hat auch die Ungewisseheit über die Zukunft der PC-Sparte nichts geändert. Allerdings habe die Verunsicherung bei den Mitarbeitern und Partnern für eine unzumutbare Verlängerung der Support-Zeiten gesorgt, sagte der Strategie-Chef eines großen deutschen Systemintegrators gegenüber unseren Kollegen vom Channel Insider.