Geldmangel stoppt Wikileaks

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Die Blockade einiger Zahlungsdienstleister bringt Wikileaks in finanzielle Bedrängnis. Man werde vorerst kein neues Material veröffentlichen, sondern müsse erstmal Spenden sammeln, heißt es bei der Enthüllungsplattform.

Mit der Veröffentlichung von diplomatischen Depeschen sorgte Wikileaks im vergangenen November für internationalen Wirbel, in dessen Folge zahlreiche Zahlungsdienstleister wie Visa und Mastercard, Paypal, Western Union und die Bank of America der Plattform den Geldhahn zudrehten. Sie stoppten die Weiterleitung von Spendengeldern und brachten die Enthüllungsplattform damit in Schwierigkeiten – 95 Prozent der Einnahmen seien weggebrochen, sagte Wikileaks-Gründer Julian Assange.

Um das wirtschaftliche Überleben zu sichern, werde man daher vorübergehend keine neuen Dokumente veröffentlichen, kündigt man nun an. Stattdessen konzentriert man sich auf den Kampf gegen die Finanzblockade, der allerdings auch Geld kostet. Deshalb wirbt man nun um Spenden, denn nur so könne das Überleben der Plattform gesichert werden. Sollten genug Spendengelder eintreffen, gehe es Ende November mit Wikileaks weiter. Dann dürfte auch die EU über die von Wikileaks eingereichte Beschwerde entschieden haben, die sich gegen die Spendenblockade von Visa und Mastercard richtet.