Mobile Marketing: Smartphone-Werbung mit Nutzwert

Die zunehmende mobile Nutzung des Internet stellt auch Marketingexperten vor neue Herausforderungen. Michael Mandl, Mobile-Marketing-Experte der Agentur Grunwald, erklärt, warum der Einstieg ins Mobile Marketing nicht verpasst werden darf – und, wie man es richtig macht.

von Michael Mandl 0

Sie sind endgültig vorbei – die Zeiten, in denen das Internet auf den Computer zu Hause beschränkt war. Im Gegenteil: Mittlerweile wird das World Wide Web zum großen Teil mobil genutzt, hauptsächlich über Apps oder mobile Webversionen. So profitiert der User von Anwendungen, die ihm den Alltag unterwegs erleichtern. Wo ist das nächste Restaurant? Was läuft gerade wo im Kino? Alles ist möglich. Und über Location Based Services wird das Smartphone sogar zum Navigationsgerät.

Schier unendliche Chancen eröffnen sich so dem Nutzer, aber auch den Unternehmen, die ihren Marketingmix nun um die Dimension Mobile Marketing erweitern. Unternehmen, die hier jetzt den Anschluss verpasst, geraten schnell aus dem Blickfeld der User. Deshalb sollten vor allem endverbraucherorientierte Unternehmen ihre Kommunikationsstrategien um Mobile Marketing erweitern.

 

Mit Mobile Marketing erreichen Hersteller die Nutzer genau da, wo sie sich gerade aufhalten. Egal, ob sie ein iPhone oder ein Android-Handy wie das abgebildete Motorola Razr haben. (Foto: Motorola)

Neue Dialogmöglichkeiten mit dem Nutzer

Mobile Marketing bietet viele neue Dialogmöglichkeiten. Es erreicht die Nutzer dort, wo sie sich gerade aufhalten und hat dank Googles Android längst die Schwelle überschritten, nur Usern relativ teurer Smartphones wie dem iPhone vorbehalten zu sein. Da das mobile Netz völlig anders genutzt wird als das klassische Desktop-Web, fordert Mobile Marketing aber ein radikales Umdenken. So sind es mittlerweile vor allem standortbasierte Services und Mobile Advertising, die das mobile Internet zum unverzichtbaren Bestandteil im Marketing machen.

Basics im Mobile Marketing

Allerdings muss es nicht immer gleich ein aufwendiges Mobile-Marketing-Paket sein, das Marken und Unternehmen umsetzen müssen, um mit der Zeit zu gehen. Eine mobile Version der Website, die entsprechende Promotion über andere Marketingkanäle und die konsequente Einbindung in die Prozesskette sind erste Basismaßnahmen, die jedes Unternehmen realisieren kann. Nutzeranalysen zeigen nämlich, dass Desktop-Websites von Mobile-Usern mittlerweile kaum noch besucht werden.

Wichtig ist, dass dem Kunden ein attraktives und relevantes mobiles Angebot unterbreitet wird. So sollte für Handelsunternehmen beispielsweise eine Schnellsuche nach einzelnen Filialen zum Standard gehören. Über Dienste wie Qype oder Foursquare lässt sich auch mit einfachen Mitteln, ohne großen Aufwand, ein zusätzlicher Mehrwert herstellen.

Schritte zur effektiven Strategie

Doch ganz gleich ob kleine oder große Maßnahmen – das Wichtigste ist die Zielsetzung: Was soll mit Mobile Marketing erreicht werden, was ich auf anderem Weg nicht erreichen kann? Will ich Kunden an die Marke binden oder Produkte verkaufen? Und vor allem: Wer ist meine Zielgruppe?

Als Heavy-User gelten neben der Zielgruppe der 19- bis 24-Jährigen mittlerweile Berufstätige mit wenig Zeit, die im Netz nach situationsbezogenen Lebenshilfen wie Flughafeninfos oder Wetter suchen. Relevanz lautet das Zauberwort. Deshalb sollte im mobilen Netz vor allem ein Nutzer-Mehrwert geboten werden: Mobile Shops, Store Locater oder Rückrufservices binden Kunden nicht nur an die Marke, sondern generieren im Endeffekt auch Umsatz.

Letztendlich müssen dabei folgende Fragen geklärt werden: Was erwartet mein Kunde? Und: Wie kann ich eine intuitive und einfache Bedienbarkeit gewährleisten? Neben den Apps bietet sich hier eine gut programmierte mobile Website an. Aufgrund der Fülle von Angeboten erreichen die Apps vieler Unternehmen kaum noch 1000 Downloads.

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