Nvidia im Firefox-Modus: Jedes Jahr ein neuer Tegra

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Firmenboss Jen-Hsun Huang gab heute bekannt, dass seine Ingenieure im Augenblick die nächsten drei Tegra-Generationen parallel entwickeln würden, damit künftig die Innovationen in schnellerer Taktzahl den Markt erreichen.

Offenbar hat sich Nvidia die Softwarefirme Mozilla zum Vorbild genommen. Jene fiel jüngst durch einen beschleunigten Release-Zyklus beim Webbrowser Firefox auf (wir berichteten). Im Hardwaremarkt ist so etwas eher untypisch, will doch ein Hersteller seine Fertigung möglichst lange unverändert auslasten und die Entwicklungskosten für jedes Produkt mehrfach einspielen. Doch Nvidia findet offenbar Gefallen daran, mit so einem Tempo die Konkurrenz zu düpieren. Jedenfalls ist CEO Jen-Hsun Huang fest entschlossen, in den nächsten vier Jahren jedes Jahr eine neue Generation von mobilen Tegra-Chips auf den Markt zu werfen.

Den Beginn macht der Quad-Core Tegra 3, der auf Basis der ARM-Architektur entwickelt wurde und angeblich 20 mal weniger Energie verbrauche als der Dual-Core Tegra 2. Der neue Grafikprozessor wird wahrscheinlich im kommenden Asus Transformer Prime eingebaut.
Schon heute arbeite man im Hause Nvidia gleichzeitig an allen kommenden Tegra-Ausbaustufen bis 2014. Der modernste trägt den Code-Namen Stark und besitze als winziger Mobilchip das Leistungsformat eines Desktop-Prozessors wie dem Core2Duo von Intel, merkt Huang an.

Der aktuelle Tegra 3 trug den Projektnamen Kal-El (Supermans Geburtsname), die nächste Generation wird Wayne heißen (Batmans Familienname), danach folgt Logan (Wolverines bürgerlicher Name) and schließlich Stark (Iron Man). Diese heranziehende Offensive von Comic-Superhelden habe die Firma eine Investitionssumme von über 2 Milliarden Dollar gekostet. Ob die knapp bemessenen Vermarktungszeiten jeder Generation ausreichen werden, genügend Geld einzuspielen? Huang wollte darauf nicht eingehen.