China wird zum wichtigen Markt für Apple

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Nicht nur die Fabriken und Zulieferer für die Kalifornier sitzen im Reich der Mitte, zunehmend finden sich auch die Abnehmer direkt vor Ort.

Rasantes Wachstum hat dazu geführt, dass China bereits der zweitgrößte Markt für Apple geworden ist. Mehr Verkaufsvolumen generiert der Hersteller nur noch im Heimatmarkt. Allein im vergangenen Quartal haben sich die chinesischen Umsätze für Apple im Vergleich zu 2010 fast vervierfacht. Der frischgebackene CEO Tim Cook trug gestern die aktuellen Geschäftszahlen vor (wir berichteten).

Ein näherer Blick auf die Bilanzdaten offenbart, dass Apple im abgelaufenen Vierteljahr allein in Großchina (inklusive Hongkong und Taiwan) gewaltige 4,5 Milliarden Dollar einnahm. Das sind bereits 16 Prozent aller weltweiten Einkünfte. In 2009 hatte der China-Anteil noch bei mageren 2 Prozent gelegen. Dadurch wird ziemlich deutlich, welche Bedeutung die »wirtschaftlich am schnellsten wachsende« Region gewinnt. Apple betreibt übrigens lediglich sechs Apple-Stores in Großchina. Offizielle Reseller gibt es etwa 200. Man kratze also noch völlig an der Oberfläche eine gigantischen Marktes. Allein beim iPhone hatte es dort in nur zwölf Wochen einen Zuwachs von 250 Prozent gegeben, die Nachfrage konnte stellenweise nicht befriedigt werden.

Apples iPad 2 wird von den Branchenanalysten als Beherrscher des chinesischen Tabletmarktes gesehen. Die Bevölkerung ist von der Marke sehr angetan und präsentiert Produkte mit Apfel-Logo gerne als Statussymbol. Tim Cook kündigte gestern als Konsequenz aus diesem Positivtrend an, in China deutlich mehr Stores eröffnen zu wollen.