ARM enthüllt hypereffizienten Smartphone-Prozessor

KomponentenMobileSmartphoneTabletWorkspace

Leider wird der genügsame und doch flotte Chip erst 2013 in den Smartphones stecken. Der Halbleiterhersteller will den Markt aber schon mal mit ein paar Infos heiß machen.

Nur Stunden nach der Ankündigung einer erfolgreichen Fertigung einer Cortex A15-CPU (wir berichteten) geben die ARM Holdings auch Hinweise auf den kommenden Cortex-A7, der trotz seiner niedrigen Nummerierung noch ein Jahr später kommen wird. Dafür eigne sich das Baby gleichermaßen für preiswerte Smartphones der 100-Dollar-Kategorie wie für jene High-End-Modelle, in denen man zusätzlich das teure Multi-Core-Schwestermodell A15 verbauen möchte. Dieses »Big-Little-Design« ziehe bei alltäglichen Normalaufgaben wie dem Telefonieren äußerst wenig Strom. Reiche die Power des A7 nicht mehr, werde umgeschaltet auf den A15, der dann die anspruchsvollen Aufgaben wie das Web-Rendering, Spielegrafiken berechnen, Datenberge durchsuchen oder Medien abspielen erledigt. So können OS und Apps stets zwischen den beiden Prozessoren wählen.

ARM betont, dass der Cortex A7 das energieeffizienteste Chipdesign (28nm-Prozess) der bisherigen Firmengeschichte sein wird. So könne man Smartphones bauen, die im Alltag eine enorme Akkulaufzeit schaffen. Dies gelinge auch deshalb ganz locker, da der günstige A7 kaum Platz verbrauche, nämlich lediglich 20 Prozent des aktuellen Cortex A8. Den Stromverbrauch habe man um 80 Prozent mäßigen können.
In Serie herstellen wird ARM die neuen Prozessoren nicht selber. Hier werden Partner wie TSMC, Texas Instruments oder Freescale tätig. Zu den Abnehmern werden ziemlich sicher Apple und Nokia gehören.