OmniTouch: Microsoft macht Hände, Tische und Wände zu Touchscreens

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Auf der UIST 2012 hat Microsoft mit OmniTouch ein Gerät vorgeführt, das beliebige Oberflächen zu Touchscreens macht. Es projiziert Eingabeelemente auf Hände, Tisch, Wände und andere Flächen, eine Kamera erfasst die darüber ausgeführten Fingerbewegungen des Anwenders.

OmniTouch wurde von Microsoft in Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon University entwickelt und besteht aus einem kleinen Laserprojektor nebst Kamera mit speziellem Tiefensensor. Die Apparatur setzt sich der Anwender auf die Schulter und nutzt sie für Eingaben: Der Projektor stellt ein scharfes Bild auch auf unebenen Oberflächen dar, etwa der menschlichen Hand. Mit dem Finger kann der Nutzer einzelne Bedienelemente antippen und verschieben.

Das war denn auch die größte Herausforderung für die Entwickler – herauszubekommen, wann ein Finger die Oberfläche tatsächlich berührt. Sie nutzen dafür eine Tiefenkarte, um den Abstand zwischen Finger und Oberfläche zu ermitteln. Fällt dieser unter einen Zentimeter, zählt das als Klick.

Das System ähnelt Microsofts Kinect und der Kamera-Prototyp stammt auch von PrimeSense, das die Sensortechnologie für die Bewegungssteuerung entwickelt hat. Noch ist das ganze allerdings ein wenig unhandlich, doch die Entwickler glauben, dass eine künftige Version die Größe einer Streichholzschachtel haben und als Anhänger oder Uhr getragen werden könnte. Wann es soweit sein wird, bleibt aber abzuwarten.

Sehr schön zu sehen ist die Funktionsweise von OmniTouch in einem Video, das der an der Entwicklung beteiligte Chris Harrison von der Carnegie Mellon University veröffentlicht hat.