Novell wärmt alten Rechtsstreit mit Microsoft auf

Den langjährigen Disput über Windows 95 packt Novell erneut aus und bringt ihn wieder vor Gericht.

von Ralf Müller 0

Novell begründet die Aktion damit, dass man den alten Konflikt rund um Win 95 nun ein für alle mal zu einem Ende bringen wolle. Im Rahmen des Prozesses soll dann auch Microsoft-Mitgründer Bill Gates als Zeuge vorgeladen werden.

Die Vorwürfe klingen wie ein Blick ins Geschichtsbuch: Microsoft soll damals angeblich vorsätzlich das Erscheinen von Windows 95 verzögert haben, um Novells Officepaket WordPerfect zu schaden und MS Office einen Vorteil zu verschaffen. Das war Mitte der 90er Jahre. Seitdem dominiert tatsächlich Microsoft den Office-Markt und hat viele Milliarden damit verdient.

Microsoft hatte stets entgegnet, dass die enorme Verspätung von Windows 95 nur damit zu tun gehabt hätte, dass die Firma in Ruhe entscheiden wollte, welche Funktionen das Betriebssystem bekommen sollte. Ein Gericht in Utah wird sich mindestens die nächsten acht Wochen mit dem alten Fall beschäftigen. Novell verlangt immerhin einen Schadenersatz in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar.

Die Softwarefirma war übrigens erst im April für 2,2 Milliarden Dollar von Attachmate übernommen worden. Anschließend wurde der Firmenteil mit der Marke Suse ausgegliedert. Zugleich hatte damals ein Konsortium, zu dem auch Microsoft, Apple und Oracle gehören, die alten Novell-Patente aufgekauft. Dabei hatte es eine Menge Ärger und auch juristische Auflagen gegeben, um Kartelle im Softwaremarkt zu unterbinden.

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