Bessere Festplatten-Kapazität dank Kochsalz?

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Ordinäres Natriumchlorid (NaCl) soll demnächst statt in der Küche im PC-Gehäuse landen. Genauer: Auf den Magnetscheiben der Festplatten. Richtig eingesetzt, bringt es mehr Speicherplatz.

Hier handelt es sich nicht um einen scherzhaften Basteltipp, sondern um die aktuellen Bemühungen von Wissenschaftlern und Ingenieuren in Singapur. Im Produktionsprozess, genauer: bei der hochauflösenden Lithographie, setzen sie tatsächlich ordinäres Kochsalz ein. Der Effekt: Die Datendichte auf der Platter-Oberfläche kann sechsmal dichter ausfallen als im normalen Fertigungsprozess.

Den genauen Trick verrät die Entwicklergruppe unter Leitung von Joel Yang nicht, denn das würde ihren technologischen Vorsprung gleich wieder zunichte machen. Yang erzählte nur soviel, dass ihr salziger Nano-Prozess vergleichbar damit sei, dass man die Datenbits ebenso präzise und überlegt im Material anordnet wie die Kleidung in einem gut gepackten Koffer. Dadurch bekomme man deutlich mehr unter als im eher zufälligen, leicht chaotischen Vorgang, der bislang angewendet werde.

Yang geht davon aus, dass man in der künftigen Serienfertigung mit dem gleichen Materialeinsatz und Aufwand statt einem 1-TByte-HDD dann ein 6-TByte-Modell erhalte. Von außen seien die Laufwerke nicht zu unterscheiden. Einziger Wermutstropfen: Yang glaubt, dass die IT-Industrie seine Technologie erst 2016 in die Serienfertigung einfließen lässt.

(Foto: Flickr, Jeff Kubina)