EU enthüllt Investitionsplan für technologische Infrastruktur

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In Breitbandversorgung, digitale Infrastruktur, Energie- und Transportwesen Europas soll demnächst die stolze Summe von 50 Milliarden Euro gesteckt werden. Das sei gut für die Wirtschaft und könne helfen, hunderttausende von Jobs zu schaffen.

Das jüngste Investitionsvorhaben passt zum ursprünglichen EU-Plan, innerhalb von drei Jahren schnelle Internet-Breitbandzugänge für so ziemlich jeden EU-Bürger zu schaffen (wir berichteten). Nun lässt sich das im Rahmen des 50-Milliarden-Infrastrukturprogramms erledigen – allein 7 Milliarden Euro sollen zwischen 2014 und 2020 in diesen Bereich fließen.

Neben der digitalen Infrastruktur sollen auch Stromleitungen und Transportsysteme in ganz Europa modernisiert werden. Die Vordenker wie EU-Kommissarin Neelie Kroes hoffen, mit der Investitionsoffensive ergänzende Investitionen aus der Privatwirtschaft auszulösen, womit sich der Effekt vervielfachen könnte. Wo das Geld von EU und Länder nicht reiche, wolle man durch die European Investment Bank (EIB) abgesicherte Bonds herausgeben, so dass auch Privatinvestoren ohne großen Kampf mit ihrer Hausbank leicht ergänzende Projekte finanzieren können. Zum Vergleich: Die Risikokapitalgeber (Venture Capital) investierten im vorigen Jahr nur noch lausige 3 Milliarden Euro innerhalb von Europa.

Um die veraltete Infrastruktur in Europa komplett zu erneuern und überall moderne, digitale und smarte Systeme zu etablieren, bräuchte man insgesamt 1,5 bis 2 Billiarden Euro. Duch den angedachten Hebel mit Bonds, EU-Garantien, Schulden und Fremdkapital könne man bis 2020 einen Großteil der Maßnahmen realisieren und dabei en passant jedes Jahr 360.000 Arbeitsplätze schaffen, hofft die Kommission.