Dell-Gründer zeigt sich enttäuscht von Android

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Auf der hauseigenen Konferenz Dell World kündigt Boss und Firmengründer Michael Dell an, dass seine Hoffnungen nun auf Windows 8 ruhen, seit Android die Erwartungen der Firma nicht erfüllen konnte.

Googles Betriebssystem habe »sich nicht erwartungsgemäß entwickelt«, fasste Michael Dell seine Enttäuschung in Worte. Ob Streak Tablets, Aero oder Venue Smarphones, die ausgelieferten Stückzahlen waren überschaubar, bestätigt Dell-Präsident Steve Felice. Man sei mit den Erfolgen bei Produkten für Verbraucher nicht zufrieden. »Wir sind in einer Industrie, die etwa 3 Billionen umsetzt. Das Konsumentengeschäft umfasst da nur 250 Milliarden«, rechnet Felice vor. Daher konzentriere sich Dell weiterhin auf Hardware und Dienstleistungen für Unternehmen. Dennoch werde es weiter Server, Desktops und Notebooks für den Hausgebrauch geben.

Branchenbeobachter und Hardwareexperten führten in zahlreichen Artikeln aus, dass Dell zum einen auf eine ältere Android-Version baute und zum anderen die Mobilsysteme mit veralteter Software auslieferte. Der Streak 7 zeichnete sich durch ein Display mit schlechter Auflösung und eine armselige Akkulaufzeit aus. Kein Wunder, dass man damit im Markt nicht punkten konnte. Auch das Streak 5 musste man nach kurzer Verkaufsphase wieder vom Markt nehmen.

Nach den Dell-Ausflügen zu Alternativsystemen wie Android und Linux lernt man nun die alte Loyalität zu Microsoft schätzen und baut darauf, in naher Zukunft mit Windows 8 auf den Mobilgeräten mehr Erfolg zu haben. Das MS-Betriebssystem unterstützt dann nativ die Touch-Bedienung, gehe sparsamer mit dem Strom um und biete eben die volle Datei- und System-Kompatibilität zu den Enterprise-PC-Systemen, die dann auch unter Windows 8 laufen werden.
Außerdem zeigt Dell beim Smartphone Streak Pro 101DL, dass man aus den Fehlern lernt und nun bessere Hardware-Komponenten verbaut. Das High-End-Handy kommt aber erst nach dem Jahreswechsel.

Auf Windows 8 werden Dell und seine Kunden noch mindestens bis Mitte 2012 warten müssen. Bis dahin müssen die Texaner den Erfolgen von Apple, HP und Lenovo geduldig zuschauen.