Spendenaktion soll OpenOffice.org retten

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Nach dem Ausstieg von Oracle kämpft OpenOffice.org ums Überleben. Eine morgen anlaufende Spendenaktion soll nun dafür sorgen, dass die Weiterentwicklung und Nutzerbetreuung fortgeführt werden können.

Mit der Abspaltung von LibreOffice verlor OpenOffice.org im vergangenen Sommer viele Entwickler und mit Oracle zog sich dann auch noch der Hauptsponsor zurück. Zwar wollen einige hinter dem Projekt stehende Personen die Entwicklung der Office-Software fortführen, doch dafür braucht es Geld. Das soll nun eine große Spendenaktion einbringen, die morgen startet – exakt elf Jahre nachdem am 13. Oktober 2000 OpenOffice.org online ging.

Hinter der Spendenaktion steht das Team OpenOffice.org (Team OOo), ein eingetragener Verein, der künftig als Sponsor auftreten und eine Balance zwischen Usern und potenziellen Partnern auf der einen sowie Firmen wie IBM und Novell auf der anderen Seite sorgen will. Bislang habe diese Balance wegen der Übermacht des Hauptsponsors gefehlt, wie Martin Hollmichel von Team OpenOffice.org erklärt.

Eine Ende von OpenOffice.org hätte fatale Folgen, so das Team OOo, denn die Software käme nicht nur bei vielen privaten Anwendern, sondern auch bei Behörden und in kleinen und mittelständischen Unternehmen zum Einsatz. Deren Interessen will man denn auch vor allem vertreten und betont, man wolle zwar neue Wege beschreiten, doch die Software solle auch in Zukunft kostenfrei und Open Source bleiben.

Gleichzeitig wirbt man offen um The Document Foundation, die sich um die Abspaltung LibreOffice kümmert. Es ginge nicht darum, die Unterschiede der beiden Office-Pakete zu betonen, sondern man müsse die Chance zur Code-Zusammenführung nutzen. Gäbe es den Willen zur Zusammenarbeit, so sei das in wenigen Wochen machbar, sagte Hollmichel.