Ausprobiert: Windows 8 Developer Preview

von P J Connolly 1

Installieren und Testen

Die Installation der Windows-8-Preview ging relativ problemlos vonstatten. Ich richtete virtualisierte Instanzen auf zwei MacBook Pro ein, auf denen VMware Fusion 4 lief, wobei diese Instanzen so behandelt wurden, als handelte es sich dabei Windows-7-Installationen auf einem PC mit einer einzigen virtuellen CPU mit 2 GByte RAM. Für ein echtes Bare-Metal-Erlebnis kamen eine HP Z600-Workstation mit zwei Intel Xeon-Prozessoren und 24 GByte RAM sowie ein HP Compaq 6000 Desktop-PC in kleiner Gehäusegröße mit einer Intel Core 2 Duo-CPU und 8 GByte RAM zum Einsatz. Für die Fälle, in denen die Vorschau-Version nicht die passenden Treiber für bestimmte Hardware-Funktionen meiner Test-Rechner enthielt, füllten die entsprechenden Windows-7-Treiber diese Lücken zufriedenstellend aus.

Da es sich hier um ein Pre-Beta-Version handelt, war es keine Überraschung, dass meine Bemühungen, Anwendungen zu installieren und die vorinstallierten Anwendungen zu benutzen, nur zum Teil von Erfolg gekrönt waren; Office 2010 zum Beispiel konnte ich ohne Schwierigkeiten installieren, musste aber die Desktop-Symbole von Hand erstellen. Hingegen gelang es mir nicht, die aktuelle Version von Autodesk im Standardmodus zu installieren. Die Installationsanwendung wurde beendet, ohne dass Veränderungen an meinem PC durchgeführt worden waren oder dass ich dazu aufgefordert worden wäre, den Kompatibilitätsmodus der Windows-Preview zu verwenden, mit dem Anwendungen so benutzt werden können, als ob sie unter Windows XP mit Service Pack 3, Vista mit SP2 oder Windows 7 installiert worden wären. Es brachte auch keinen Erfolg, die Autodesk-Installationstools als XP-Anwendung zu deklarieren, und zum Redaktionsschluss war ich immer noch ratlos.

Meine Kollegen haben Ähnliches erlebt, als sie den Kompatibilitätsmodus verwendet haben, und obwohl wir uns darin einig sind, dass der Einsatz von Hyper-V-Virtualisierung, die sowohl in der Client- als auch in der Server-Variante von Windows 8 zur Verfügung stehen wird, einen weiteren möglichen Lösungsansatz für das Problem von älteren Anwendungen darstellt, hat diese Methode ihre eigenen speziellen Problembereiche.

Die Vorschau-Version des nächsten Windows-Betriebssystems kann nicht als Upgrade installiert werden. Das wird sich sicherlich in der Endfassung ändern.

Das große Problem, das Microsoft lösen muss, bevor die nächste Windows-Version in die Betatest-Phase übergehen kann, ist das ewige Dilemma der Bestandsinstallationen. In den meisten Unternehmen wird Windows XP noch für die nächsten paar Jahre den Desktop beherrschen – Microsoft hat versprochen, Support für das Betriebssystem bis April 2014 zu leisten. Aber die Redmonder müssen mehr tun, als nur Boot-Zeiten und die APIs zu verbessern, damit Windows 8 ein Erfolg wird. Microsoft muss die Entwickler genauso wie die Anwender davon überzeugen, dass man das Spiel immer noch gewinnen kann, selbst wenn man erst spät einsteigt.

Letzter Kommentar




Eine Antwort zu Ausprobiert: Windows 8 Developer Preview

  • 13. Oktober 2011 à 19:00 von Andy

    Immer diese ewig gestrigen!
    hier steht:” mich durch Dateiordner zu kämpfen, um meine Standardanwendungen, wie zum Beispiel Office, zu finden.”

    Es geht auf einfacher, wie unter Win7:
    Startbildschirm/Menu aufmachen, und einfach das gewuenschte ueber die Tastatur eingeben, hier z.B. Office.
    Und schon erscheint das Office icon – ein Klick drauf, das war es.
    Wer sich heute noch durch das Startmenu klickt hat eigentlich schon Win7 verschlafen!

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